Die Wahl der richtigen Beleuchtung ist einer der wichtigsten Faktoren für einen erfolgreichen Cannabisanbau. Egal, ob du ein kompletter Anfänger oder ein erfahrener Profi bist, die richtige Lampe kann den Unterschied zwischen einer mageren Ernte und einem überwältigenden Ertrag ausmachen. Doch bei der Vielzahl an Optionen, wie LED, HPS und CFL, kann man schnell den Überblick verlieren. Dieser umfassende Leitfaden hilft dir, die Unterschiede zu verstehen und die perfekte Beleuchtung für jede Wachstumsphase deiner Pflanzen zu finden.
Die drei Hauptakteure: LED, HPS und CFL im Vergleich
1. LED-Lampen (Light Emitting Diode): Der moderne Champion
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Vorteile: LED-Grow-Lampen sind bekannt für ihre Energieeffizienz und ihre lange Lebensdauer. Sie erzeugen deutlich weniger Wärme als HPS-Lampen, was die Temperaturkontrolle im Grow-Zelt erheblich vereinfacht. Die meisten modernen LED-Lampen bieten ein volles Spektrum, das speziell auf die Bedürfnisse von Cannabispflanzen zugeschnitten ist – von der Keimung bis zur Blüte.
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Wachstumsphase: LEDs sind ideal für alle Phasen. Spezielle "Vegi"-Modi mit einem höheren Blauanteil fördern eine gesunde, buschige Entwicklung in der vegetativen Phase.
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Blütephase: "Bloom"- oder "Full-Spectrum"-Einstellungen mit mehr Rotlichtanteilen stimulieren die Blütenbildung und sorgen für dichte, harzreiche Buds.
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Nachteile: Die Anschaffungskosten sind oft höher als bei HPS oder CFL. Allerdings amortisieren sich die Kosten durch die Stromersparnis und die Langlebigkeit schnell.
2. HPS-Lampen (High-Pressure Sodium): Der bewährte Klassiker
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Vorteile: HPS-Lampen sind seit Jahrzehnten die erste Wahl vieler Grower, insbesondere für die Blütephase. Sie sind sehr leistungsstark und liefern eine hohe Lichtintensität, was zu beeindruckenden Erträgen führt. Ihr oranges Spektrum ist perfekt auf die Blütephase abgestimmt.
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Wachstumsphase: HPS-Lampen sind weniger ideal für die vegetative Phase. Das Spektrum mit hohem Rotanteil kann zu gestreckten, "spargeligen" Pflanzen führen. Hier wäre eine MH-Lampe (Metallhalogen) die bessere Wahl, die oft zusammen mit einem HPS-Vorschaltgerät verwendet wird.
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Blütephase: Hier brilliert die HPS-Lampe. Die starke Lichtintensität und das ideale Spektrum sorgen für eine explosive Blütenentwicklung und hohe Erträge.
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Nachteile: HPS-Lampen erzeugen sehr viel Wärme, was eine effektive Belüftung und Kühlung unabdingbar macht. Sie verbrauchen deutlich mehr Strom als LEDs und haben eine kürzere Lebensdauer.
3. CFL-Lampen (Compact Fluorescent Lamp): Die Lösung für Anfänger und kleine Räume
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Vorteile: CFL-Lampen sind extrem günstig in der Anschaffung und erzeugen kaum Wärme. Sie sind eine hervorragende Option für Anfänger, kleine Anbauflächen oder als Zusatzbeleuchtung. Das Spektrum kann je nach Typ gewählt werden: "Cool White" (6500K) für das Wachstum und "Warm White" (2700K) für die Blüte.
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Wachstumsphase: Die "Cool White" CFLs sind perfekt für die vegetative Phase, da sie ein blaues Spektrum liefern, das die Pflanzen buschig und kompakt wachsen lässt.
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Blütephase: Die "Warm White" CFLs können für die Blütephase verwendet werden, allerdings sind die Erträge im Vergleich zu HPS oder LEDs deutlich geringer.
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Nachteile: Die Lichtintensität ist im Vergleich zu den anderen beiden Lampentypen sehr niedrig. Sie eignen sich daher nur für sehr wenige Pflanzen und sind nicht effizient für große Anbauflächen. Die Stromkosten pro Watt sind höher als bei HPS oder LED.
Der richtige Lichtzyklus: Der Schlüssel zum Erfolg
Cannabispflanzen sind äußerst sensibel gegenüber dem Lichtzyklus. Der korrekte Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit signalisiert der Pflanze, in welcher Wachstumsphase sie sich befindet.
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Wachstumsphase (Vegetative Phase): 18/6 Lichtzyklus In der Wachstumsphase benötigen die Pflanzen viel Licht, um Photosynthese zu betreiben und kräftige Stängel und Blätter zu entwickeln. Ein Lichtzyklus von 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit ist Standard. In dieser Zeit wachsen die Pflanzen kräftig und bereiten sich auf die Blüte vor.
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Blütephase: 12/12 Lichtzyklus Sobald die Pflanzen die gewünschte Größe erreicht haben, wird der Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden absolute Dunkelheit umgestellt. Dieser Wechsel simuliert den kürzer werdenden Tag im Herbst und signalisiert der Pflanze, mit der Blütenproduktion zu beginnen. Absolut entscheidend ist hierbei, dass die 12 Stunden Dunkelheit ununterbrochen sind – selbst ein kurzer Lichtschein kann den Prozess stören und zu Hermaphroditismus führen.
Autoflower: Die Ausnahmen von der Regel Autoflowering-Sorten sind eine besondere Züchtung. Sie blühen automatisch, unabhängig vom Lichtzyklus. Viele Grower halten ihre Autoflower-Pflanzen während des gesamten Lebenszyklus unter einem 18/6 oder sogar 20/4 Lichtzyklus, um eine maximale Photosynthese und somit einen höheren Ertrag zu erzielen. Für Anfänger sind Autoflower-Samen eine hervorragende Wahl, da sie fehlerverzeihend sind und schnelle Ergebnisse liefern.
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